„Das ist meine eigene Angelegenheit!“ Diesen Spruch kennen wir alle. Wenn wir uns selbst damit meinen, können wir uns ehrlich fragen: Ist sie das wirklich? Ist das gerade wirklich meine eigene Angelegenheit? Sind alle Aufgaben und Baustellen in meinem Leben wirklich meine eigenen? Welche fremden mache ich vielleicht zu meinen eigenen? Wo mische ich mich vielleicht auch ein und übernehme damit Aufgaben und Verantwortung meines Gegenübers? Was macht das mit mir? Wo leide ich gerade mit? Ist geteiltes Leid wirklich halbes Leid – oder eher doppeltes Leid? Mit-Leid ist etwas anderes als Mit-Gefühl!
Warum schreibe ich das? Weil viele Menschen sich rührend um ihre Mitmenschen kümmern und sich dabei selbst vernachlässigen. Sie sind ständig bestrebt, ihrer Umwelt zu helfen, sie zu unterstützen, es letztendlich allen recht machen zu wollen. Das Neinsagen fällt vielen Menschen deshalb sehr schwer! Sie handeln lieber selbstlos, verlieren sich dabei oftmals aus dem Blick…und bleiben dabei manchmal selbst auf der Strecke!
Bewusste Abgrenzung hat gleichsam etwas mit Identitätsbewusstsein und gesundem Eigenschutz zu tun. Sie ist kein Ausdruck von Egoismus, Ignoranz, Kaltherzigkeit oder sozialer Rücksichtslosigkeit! Wir müssen keinen vor den Kopf stoßen, wenn wir unsere eigenen Grenzen ziehen. Wir müssen dabei auch nicht jegliche Unterstützung im Außen verweigern. Wir sollten aber unsere inneren und äußeren Grenzen erkennen und auch souverän kommunizieren können. Und natürlich auch den Mut aufbringen, diese handelnd umzusetzen. Bewusste Abgrenzung ist für uns selbst richtungsweisend. Denn wenn wir uns selbst abgrenzen können, haben wir wertvolle Orientierung und Kontrolle in unserem Leben. Und verlaufen uns nicht in Angelegenheiten, die nicht wirklich unsere eigenen sind.
Mehrblick-Coach zeigt Dir, wie Deine Abgrenzung gelingen kann – authentisch und sozialverträglich. 😊