Make it easy – einfach machen!

Manchmal gibt es Dinge in unserem Leben, die wir aus irgendwelchen Gründen nicht erledigen wollen. Zumindest nicht heute! Oder es gibt zeitgleich mehrere Aufgaben, die erledigt werden müssen. Am besten sofort!

Nehmen wir einmal an, unsere Persönlichkeit besteht aus mehreren Anteilen. Wir alle kennen die inneren Anteile „Engelchen“ und „Teufelchen“. Von Goethes Faust gibt es das berühmte Zitat „Zwei Seelen wohnen – ach in meiner Brust!“ Wir alle haben einen kindlichen Anteil in uns – viele sprechen vom „inneren Kind“.  Auch tragen wir alle einen inneren „Sicherheitsbeauftragten“ in uns, der Alarm schlägt, wenn er eine potenzielle Gefahr erkennt. Siegmund Freud spricht von 3 Instanzen: Es (Lustprinzip) – Über-Ich (Realitätsprinzip)…das Ich als resultierende Schnittmenge der beiden. Das Konzept der inneren Anteile ist also ein altbekanntes. Es eignet sich insbesondere dazu, verschiedene zeitgleiche oder widerstrebende Strömungen in uns zu erklären. Dass wir diese Strömungen ab und an haben, ist im Übrigen normal!

Zurück zu unseren unerledigten Aufgaben. Wie können wir uns modellhaft vorstellen, warum uns deren Erledigung so schwer fällt?

Oft ist es so, dass ein unbestimmtes Etwas (ein vermeidender Persönlichkeitsteil) in uns sich gegen die Erledigung sträubt! Dieser verspürt nämlich aktuell keine Lust dazu! Also lagert er diese Dinge / Aufgaben auf unbestimmte Zeit aus unserem Leben aus; sehr oft in eine unbestimmte Zukunft – das berühmte „Morgen“! Wir (bzw. dieser Teil in uns) denken auch darüber nach, was wir in diesem Moment anstelle der unangenehmen Sache tun könnten! Natürlich etwas, das gerade mehr Spaß macht! Da unser Hirn sehr verspielt und kreativ ist, hat es auch Spaß daran, jetzt interessante Alternativlösungen zu finden um uns vor der Erledigung der Aufgabe zu „retten“. Durch Ablenkung! Die Absicht ist ja gut – aber so kommen wir nicht wirklich weiter! Denn Ablenkung erledigt die Aufgabe nicht – sie schiebt sie nur auf. Ein anderer Persönlichkeitsanteil in uns weiß das auch: Dass nicht die Vermeidung sondern die Erledigung der Aufgabe unsere eigentliche realistische „Rettung“ wäre (Realitätsprinzip). Das spüren wir auch irgendwo, stellen diese kritische (vielleicht mahnende) Stimme aber leiser und hören lieber auf die erste, die uns weit mehr behagt (Lustprinzip). Und die Erledigung der Aufgabe rückt in weite Ferne!

So kann sich ein riesiger Berg von unerledigten Aufgaben anhäufen! Im extremen Fall spricht man sogar von Prokrastination („Aufschieberitis“), eine Art „inneres Messietum“, das im Außen unliebsame „Früchte“ trägt: Eine vor sich hin dampfende, immer weiter wachsende Müllhalde des Unerledigten!

Wie gehen wir nun kurz- oder langfristig mit einem solchen inneren Konflikt um? Wie kommen wir zügig vom ausweichenden Denken ins erledigende Tun?

Mit Mehrblick-Coach findest Du passende Antworten und wirkungsvolle Methoden! 🙂

By |2019-01-22T11:01:09+01:00Montag, 3. September 2018|